Übergewicht muss kein Schicksal sein
Feb 22, 2010 at 20:34 in Ernährung, Gesundheitstipps, Tipps von mir, Übergewicht by Angelus
In Politik, Film und Werbung sind übergewichtige Personen und Adipöse(Fettleibige) heute stärker präsent als das noch vor ca. 10 Jahren der Fall war. In den Medien sind sie meistens Sinnbild für völlig ungezügelte Lebens- und Genussweise. Kinder und Jugendliche werden häufig von ihren Altergenossen gehänselt, wodurch eine Außenseiterstellung für die Betroffenen entsteht die sich meist ihr ganzes Leben fortsetzt. (kein Selbstbewusstsein) Übergewicht ist keinesfalls eine Charakterschwäche sondern eine Folge jahrelanger falscher Gewohnheiten. Durch einfache Willenskraft lassen sich die Gewohnheiten nicht ändern, mentale Unterstützung ist ratsam (Meditation, Hypnosecoaching, Autogenes Training, Phantasiereisen).
Bei der Gewichtsklassenbestimmung eines Menschen wird heute der so genannte Body-Maß-Index zu Hilfe genommen.
Die Formel lautet: BMI = kg/m².
Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat.
Die Weltgesundheitsorganisation gibt folgende Definition heraus:
Untergewicht: BMI unter 18
Normalgewicht: BMI 18 - 25
Übergewicht: BMI 25 - 30
Adipositas(Fettleibigkeit): BMI über 30
Allerdings sollte man diese Einteilung etwas relativieren. Zum einen geht man -heute davon aus, dass sich das Normalgewicht mit fortschreitendem Lebensalter erhöht. (Bei 65 Jährigen auf BMI 24 - 29) Zum anderen gilt es zu bedenken, dass für Menschen aus ostasiatischen Ländern andere Gewichtsnormen gelten da sie einen leichteren Knochenbau haben. Des Weiteren sollte sich jeder klar machen das Gewicht nicht gleich Gewicht ist. Überzählige Pfunde wirken sich erst nachteilig aus wenn sie in Form von Fettpolstern auftreten, ganz besonders im Bauchraum und an den Inneren Organen. Dann ist es noch so das Fett weniger Energie verbraucht als Muskeln und somit die Chance zum Abnehmen wesentlich erschwert.
Ernährung
Die Schlechten Gewohnheiten führen zum Dick werden
Seit einigen Jahren erhöht sich der Anteil übergewichtiger Menschen nicht nur in den Industrieländern sondern auch in den so genannten Schwellenländern. Der Grund dafür ist, dass sich unser Lebensraum völlig verändert hat. Die Freizeit von vielen Menschen wird in völliger Passivität verbracht, das wäre nicht so schlimm, wenn es einen Ausgleich durch die tägliche Arbeit gäbe. In der Arbeitswelt hat sich die eigentliche Veränderung vollzogen, der Einsatz von Muskelkraft wurde durch viele sitzende Tätigkeiten ersetzt. Die Passivität in der Freizeit trifft in besonderem Masse auf Kinder und Jugendliche zu. Leider lässt auch die Ernährung in vielen Fällen zu wünschen übrig. Die gemeinsame Familienmahlzeit scheint fast ausgestorben zu sein, und wenn dann werden zu dieser Gelegenheit eher Fertiggerichte und Fast Food auf den Tisch gebracht, als die gesunderen frisch zubereiteten Grundnahrungsmittel. Es ist also überhaupt kein Wunder, dass die Energiebilanz nicht mehr stimmt.
Fast jeder der zuviel isst nimmt auch zu
Achten sie auf eine ausgeglichene Energiebilanz, dass bedeutet, wenn sie dem Körper nur soviel Energie in Form von Nahrung zuführen wie er auch verbrauchen kann, sind sie auf der sicheren Seite. Eine kleine Störung in der Energiebilanz auf einen längeren Zeitraum führt zu Gewichtszunahme. Stellen sie sich vor, sie essen jeden Tag 100 Kilokalorien zuviel, z.B. einige Pralinen. Wenn sie das auf ein Jahr hochrechnen haben sie 8 Kilogramm zugenommen (schnief). Jetzt können sie sich sicher vorstellen was geschieht, wenn sie ihrem Körper mehr Energie zuführen als er verbrauchen kann.
Ernährungserziehung sollte schon im Kindesalter beginnen
Die Kinder an eine gesunde Ernährung heranzuführen ist das Wichtigste. Experten sagen, dass schon im Kindergarten damit begonnen werden sollte um Spätfolgen zu vermeiden. Den Kindern beizubringen wie viel Freude es macht gemeinsam einzukaufen, zu kochen und zu essen sollte das Ziel sein. Natürlich müssen die Fachkräfte im Kindergarten dazu richtig ausgebildet sein und mit besten Informationsmaterialien versorgt sein was die gesunde Ernährung angeht. Eine Studie belegt das ein beachtlicher teil von Kindern mit leerem Magen in die Schule geht. Die Folgen: verringerte Aufnahmefähigkeit sowie langfristige Gesundheitsprobleme wie ein höheres Risiko für Übergewicht. Wer nicht frühstücke, schaffe über den gesamten Tagesverlauf kaum die täglich empfolende Menge an Milchprodukten, Obst und Gemüse.
Übergewicht kann Krank machen
Übergewicht und Fettleibigkeit machen krank, daran führt kein Weg vorbei und das sollte auch jedem klar sein. Es ist belegt, dass Diabetes mellitus Typ 2 aufgrund von Übergewicht entsteht, ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf den Stütz- und Bewegungsapparat durch das erhöhte Körpergewicht. Arthrose, Arthritis, Knochendeformationen, Bandscheibenvorfälle, Herz und Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folge sein. Es kommt dazu, dass auch ernsthafte psychische Probleme entstehen können, Mann/Frau fühlt sich als Versager wegen fehlender gesellschaftlicher Toleranz.
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