Yoga in der Schwangerschaft

Jun 23, 2010 at 15:02 in Gesundheitstipps, Yoga by Iyenga-Yoga-Berlin

Yoga wird immer wieder mit unterschiedlichen gesundheitlichen Themen in Zusammenhang gebracht. Egal ob es sich dabei um Rückenschmerzen, Burnout oder Migräne handelt: Yoga kann – zumindest bei konsequenter Anwendung – sehr heilsam sein und die Bemühungen der Ärzte oder Heilpraktiker sehr wesentlich unterstützen. Allerdings ist Yoga nicht nur ein Mittel der Heilung, sondern dient gleichermaßen der Vorbeugung Bei regelmäßigem Üben kann jeder Yogi den eigenen Körper stärken und ist somit für viele Krankheiten weniger anfällig.

Natürlich können durch die tägliche Yoga-Praxis auch besondere Zeiten, in denen Menschen einer erhöhten Beanspruchung ausgesetzt sind, leichter bewältigt werden. Ein besonders interessantes Thema in diesem Zusammenhang ist das Thema Schwangerschaft. Hier bietet sich für alle Frauen, die Schwanger werden wollen, Schwanger sind oder gerade entbunden haben einige sehr interessante Möglichkeiten, die ich in meinem Artikel kurz beschreiben möchte.

Da Yoga traditionell eine reine Männerdomäne ist, gibt es erst in jüngster Zeit Frauen, die sich mit dem Thema yoga in der Schwangerschaft auseinander gesetzt haben. Vor allem Geeta Iyengar, die Tochter des bekannten Yogameisters BKS Iyengar, hat sehr intensiv in diese Richtung geforscht und hat einige bedeutsame Ergebnisse erhalten. Im Folgenden eine kurze Auflistung der Tatsachen aus der Sicht einer Iyengar-Yoga-Lehrerin:

    • Schwangere Frauen erfahren – aufgrund ihrer besonderen hormonellen Situation – wechselhafte und außergewöhnliche Gemütszustände. Die Bezeichung „in anderen Umständen sein“ umschreibt dies im Deutschen eigentlich sehr gut. Hier kann Yoga sehr zur Beruhigung und hormonellen Ausgeglichenheit beitragen.
        Yoga wirkt – ganz allgemein – ausgleichend, entgiftend, steigert die Durchblutung und aktiviert die Lymphdrüsen. Dies ist sowohl für die werdende Mutter als auch für das Kind wichtig.
      Bestimmte Asanas (Übungen) bewirken eine Entspannung des Beckenbereiches und fördern die Durchblutung dieser Körperregion. Dies ist günstig für die Geburt.
      Inkontinenz, Schwangerschaftsstreifen, postnatale Depressionen... Selbstverständlich kann Yoga auch in der Zeit nach der Entbindung äußerst positiv wirken und helfen die unerwünschten Nebenerscheinungen der Schwangerschaft möglichst schnell zurück zu bilden.
      Frauen die regelmäßig Yoga praktizieren und dies auch während der Schwangerschaft weiterhin tun, können häufig die Geburt leichter und müheloser empfinden, als Frauen, die herkömmliche Geburtsvorbereitungen machen. Allerdings ist hier extreme Vorsicht geboten: Wer sich für Schwangerschaftsyoga entscheidet, der sollte unbedingt darauf achten, dass der Unterricht nur durch gute und qualifizierte Lehrer ausgeübt wird. Nicht jeder Yoga-Lehrer ist von vorne herein dazu qualifiziert Schwangerschaftsyoga anzubieten, denn immerhin ist die ganze Sache nicht ganz ungefährlich: Wer falsche oder zu viele Übungen macht kann äußerst unangenehme Komplikationen erleiden, in extremen Fällen ist es sogar zum Abort gekommen.

Bestimmte Asanas in einem Artikel zu empfehlen ist daher nicht nur unmöglich, sondern sogar gefährlich. Jede Frau, die die Schwangerschaft durch Yoga leichter gestalten möchte, sollte daher individuellen Unterricht bei einem qualifizierten Lehrer oder einer qualifizierten Lehrerin suchen. Denn die richtigen Asanas sind äußerst individuell und können sehr unterschiedlich wirken. Während erfahrene Yogini (also Frauen, die Yoga praktizieren) in der Schwangerschaft sogar den Kopfstand durchführen können, sollten sich Anfänger lieber auf einfachere Übungen beschränken. Welche das sind, das kann nur von einem ausgebildeten Lehrer und individuell – von Frau zu Frau unterschiedlich- entschieden werden!

Quelle: Iyenga Yoga Berlin | Suhara Ben Rahal

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